Volksislam und militanter Islamismus heute
Salongespräch in Buchhandlung
Foto: Frank Bliss
Nach einem aktuellen Bericht des deutschen Verfassungsschutzes ergab sich für das Jahr 2025 ein Islamismuspotenzial von 28.645 Personen, davon ein gewaltorientiertes islamistisches Personenpotenzial von geschätzt 9.110 Personen. Besonders bedenklich ist die rasant - meist online - stattfindende Radikalisierung von Minderjährigen. Islamismus basiert auf der Überzeugung, dass der Islam Grundlage für das gesellschaftliche Leben und die politische Ordnung sein sollte, verbunden mit dem finalen Ziel der Abschaffung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung in der Bundesrepublik Deutschland.
Trotz dieser islamistischen Bedrohung bei uns stellt die gesellschaftliche Bedrohung durch islamische Extremisten vor allem in den muslimischen Staaten ein tägliches Problem dar, sind doch vor allem Muslime selbst die derzeitigen Hauptopfer des ganz besonders extremen Islam, des Jihadismus. Durch Gewalt, durch individuelle Morde, und zahlreiche Bombenanschläge selbst in Moscheen von Muslimen anderer Glaubensrichtungen innerhalb des Islams sind zum Beispiel in Pakistan in den letzten Jahren mehrere Tausend Männer, Frauen und Kinder ums Leben gekommen.
Besonders richtet sich der islamische Extremismus auch gegen Menschen, die dem schiitischen Islam angehören, der heute nur im Iran und Teilen des Irak die islamische Hauptrichtung darstellt. Und betroffen sich viele Millionen von Menschen, die mystischen Bruderschaften (d.h. Sufi-Orden) angehören und Praktiken eines jahrhundertealten des Volksislam z.B. mit Musik und religiöser Ekstase anwenden.
Fromme Muslime also als heutige Hauptopfer der Islamisten. Wer sind diese Menschen, die glaubensfest den individuellen Weg zu Gott suchen? Wie sieht gelebter Volksislam in Indien oder Pakistan aus? Und: Warum werden in der Welt Muslime von religiösen Fanatikern verfolgt?
Mit Jürgen Wasim Frembgen kommt zur Beantwortung dieser Fragen einer der weltweit besten Kenner des Volksislam nach Remagen. Der ehemalige Kurator des Münchner Völkerkundemuseums, Professor an der Universität München und Autor vieler Bücher über den Volksislam wird am Freitag, den 23.10.2026 um 19.00 Uhr in der Buchhandlung Geber zusammen mit dem Remagener Entwicklungsexperten und Islamwissenschaftler Frank Bliss über islamischen Extremismus und seine Opfer diskutieren. Angesagt ist ausdrücklich auch das Gespräch mit den Gästen, die der Arbeitskreis für entwicklungspolitische Bildung (AeB e.V.) als Mitveranstalter des Abends ebenfalls herzlich einlädt. Der Abend findet statt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ Mit dem Programm fördert das Bildungsministerium zivilgesellschaftliches Engagement auf allen Ebenen des Staates für ein vielfältiges und demokratisches Miteinander sowie die Arbeit gegen Radikalisierungen und Polarisierungen in der Gesellschaft.
| 1 Abend, 23.10.2026 Freitag, 19:00 - 20:30 Uhr | |||
| Anzahl | 1 Termin(e)
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Prof. Dr. Frank Bliss | |||
| 26.108.101 | |||
| kostenfreie Teilnahme | |||
Voranmeldung erbeten unter: 02642 / 23966 oder an info@buchhandlung-geber.de
Ihre Ansprechperson
Christian Hofeditz
kvhs-Leiter
Fachbereich 1: Politik, Gesellschaft, Umwelt
Fachbereich 5: Arbeit, Beruf & Digitale Welt
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